
Das 40-Tage-Gedächtnis ist ein 40-tägiges Gebetsgedenken für den Verstorbenen in der Kirche, eine der wichtigsten Formen des orthodoxen Totengedenkens. Das Wort stammt vom griechischen «τεσσαρακοστή» — vierzigtägig. In den 40 Tagen nach dem Tod entnimmt der Priester jeden Morgen während der Liturgie eine Prosphora-Partikel für die Ruhe der Seele des Verstorbenen und liest das Totengedenkbuch mit seinem Namen.
Warum gerade 40 Tage. Nach orthodoxer Lehre durchläuft die Seele in den ersten 40 Tagen die Prüfungen und vollendet ihren irdischen Weg. Am 40. Tag wird ihr vorläufiger Ort bestimmt — das private Los bis zum Jüngsten Gericht. Das Gebet der Kirche für den Verstorbenen gilt in dieser Zeit als besonders wirksam.
Wie man bestellt. Gehen Sie in eine beliebige orthodoxe Kirche — Pfarrkirche oder Kloster — und lassen Sie den Namen für das 40-Tage-Gedächtnis eintragen. Der Preis ist symbolisch, für den «Bedarf der Kirche» (gewöhnlich 100-300 Rubel in Russland, $5-15 in Kirchen im Ausland). Der Name wird in der getauften Form eingetragen (wenn die Person getauft ist); andernfalls kann die Bestellung abgelehnt werden.
Wie man es aus dem Ausland bestellt. Drei Möglichkeiten. Die erste — online über die Website vieler Diözesen und großer Gemeinden. Die Russische Orthodoxe Kirche hat Online-Formulare. Griechische, georgische, serbische Kirchen — ebenso. Die zweite — über Verwandte: Bitten Sie jemanden in Russland oder Usbekistan, den Namen einzutragen. Die dritte — über uns: Wir koordinieren uns mit drei orthodoxen Kirchen in Tashkent und einer in Samarkand; enthalten in unserem Paket «40. Tag».
40-Tage-Gedächtnis und Totengottesdienst — worin liegt der Unterschied. Das 40-Tage-Gedächtnis sind 40 aufeinanderfolgende Liturgien mit Totengedenken. Der Totengottesdienst ist eine einzelne Gedenk- und Trauerfeier, die am 3., 9., 40. Tag, zum Jahrestag und an jedem anderen Datum bestellt werden kann. Ein Totengottesdienst dauert gewöhnlich 20-40 Minuten, wird einmalig bestellt und durchgeführt. Das 40-Tage-Gedächtnis ist ein über einen längeren Zeitraum verteiltes Gebetsgedenken.
Was nicht als 40-Tage-Gedächtnis gilt. Die Eintragung des Namens für ein Jahr im Voraus ist kein 40-Tage-Gedächtnis, sondern ein langfristiges Gedenken. Die Eintragung für nur eine Liturgie ist eine «Messfeier», kein 40-Tage-Gedächtnis. Das Bestellen einer Kerze «für die Ruhe» ist eine einmalige Handlung, kein Gebetsgedenken. Das 40-Tage-Gedächtnis ist durch genau 40 Tage gekennzeichnet.