
Armenier in Usbekistan sind eine kleine, aber historisch gewachsene Gemeinschaft. Ein Teil kam bereits im 19. Jahrhundert, ein anderer floh nach dem Genozid von 1915. In Tashkent gibt es einen eigenen armenischen Bereich auf einem der alten Friedhöfe, in Samarkand mehrere armenische Familiengräber.
Die Beerdigung findet meist am 3. Tag statt. Hokehangist ist der Gedenkgottesdienst für die Seele und die zentrale liturgische Form des Totengedenkens. Der Priester der Armenisch-Apostolischen Kirche spricht Gebete für den Verstorbenen; anwesend sind Angehörige und nahe Menschen. Nach der Liturgie wird hогежаш organisiert — ein Gedenkessen, meist zu Hause oder im Gemeindesaal der Kirche.
Wichtige Termine. Der 7. Tag ist der erste jährlich wiederkehrende Gedenktag (oft wird er bei flexiblen Fristen mit der Beerdigung verbunden). Der 40. Tag ist ein großer Gedenkgottesdienst und hогежаш. Nach einem Jahr folgt der Jahrestag (taryelac). Danach gibt es jedes Jahr den Gedenkgottesdienst am Todestag.
Am Grab. Die armenische Tradition bevorzugt rote Nelken oder Chrysanthemen. Eine Kerze im Messingleuchter ist ein obligatorisches Element. Zum Jahrestag kann die Familie Cognac mitbringen (Symbol der Erinnerung), Früchte und hausgemachtes Gebäck.
Der Chatschkar ist das charakteristische armenische Grabmal. Es handelt sich um eine vertikale Steinplatte mit einem eingravierten Kreuz, umgeben von Pflanzenornamenten und geometrischen Rosetten. Die Schnitzerei ist fein und unverwechselbar; Chatschkare werden in der heutigen Diaspora oft in Armenien bestellt und gebracht, in Usbekistan können sie jedoch auch lokal aus einheimischem Granit gefertigt werden.
Grabpflege. Armenische Familien in der Diaspora (Russland, USA, Frankreich) bestellen die Pflege oft mit Bezug auf den Jahrestag und den 1. November (katholischer Allerseelentag, in Usbekistan wird er so nicht begangen, doch viele Familien wählen dieses Datum intuitiv für die Reinigung).
Verbindung zu anderen Gemeinschaften. Der armenische Bereich auf dem Botkinski-Friedhof in Tashkent grenzt an den orthodoxen. Zur gemeinsamen Gedenkfeier am 9. Mai (Tag des Gedenkens an den Großen Vaterländischen Krieg) kommen sowohl Armenier als auch russische Familien; rituell ist das kein Überschneiden, als Nachbarschaft aber ein wichtiger Termin im Jahr.
Wenn Ihre Familie armenisch ist und Sie eine Fernpflege des Grabes in Usbekistan benötigen — hinterlassen Sie eine Anfrage über `/kontakty#zayavka`. Wir stimmen uns mit dem armenischen Kalender ab — 7., 40. Tag, Jahrestag — und achten auf rote Blumen und den Messingleuchter.