
Die Armenisch-Apostolische Kirche bewahrt einen Gedenkkalender, der dem orthodoxen im Grundriss ähnelt, aber eigene Gebete und Gesten hat. Für die Diaspora mit Verwandten in Usbekistan (eine kleine, aber historisch gefestigte armenische Gemeinschaft) ist dies ein praktischer Leitfaden.
7. Tag: kurzes hokehangist in der Kirche am siebten Tag nach der Beisetzung. Hokehangist — ein Totengebet für die Seele. Familie + engste Freunde. Nach dem Gottesdienst — gewöhnlich ein Besuch auf dem Friedhof.
40. Tag (Quaranta in einigen armenischen Dialekten): die wichtigste Gedenkfeier nach der Beisetzung. Länger als hokehangist; manchmal hogejhash (Gedenkmahl) zu Hause oder im Gemeindesaal der Kirche. Der 40. Tag — das Ende der aktiven Trauer.
Jahrestag (tareliats): jährliche Totengedenkfeier in der Kirche + Besuch auf dem Friedhof. Rote Nelken (armenische Blume der Erinnerung), eine Messingkerze, manchmal — eine kleine Flasche armenischen Kognaks als Gedenkgeste.
Weitere wichtige armenische Daten. 24. April — Gedenktag des Völkermords. Familien mit Vorfahren, die vor dem Genozid von 1915 nach Usbekistan flohen, können einen besonderen Besuch planen. Hokejhash (allgemeiner Gedenktag an Pfingsten) — weniger verpflichtend.
Besuch am Chatschkar. Etikette: einen kleinen Stein oder eine rote Nelke niederlegen; eine Kerze anzünden; das „Vaterunser“ auf Armenisch (Հայր մեր) oder auf Russisch/Englisch sprechen. Manchmal bringen Familien eine Bibel oder ein Gesangbuch mit und lesen einen Psalm.
Aus dem Ausland. Wir koordinieren uns mit der Armenisch-Apostolischen Kirche in Tashkent für hokehangist; stellen Fotos/Videos vom Friedhof zum vereinbarten Termin bereit. Für die meisten aus der Diaspora sind es 4 Ereignisse im Jahr (7, 40, Jahrestag, 24. April).
Häufig gestellte Fragen
Strukturell ja — beide sind Totengebete für die Seele. Texte und Sprache (Armenisch vs. Kirchenslawisch/Russisch) unterscheiden sich; der Geist ist derselbe.