
Der Textil-Jüdische Friedhof von Tashkent (umgangssprachlich „europäisch-jüdisch“) liegt nahe dem historischen Textilkombinat im Zentrum von Tashkent. Insgesamt gibt es etwa 16 300 Gräber in 8 Sektoren: 6 jüdische, 2 russische. Für Familien aus Buchara, die in der Sowjetzeit in die Hauptstadt gezogen sind, ist dies der wahrscheinlichste Ort für die Suche.
Sektoren. Sie sind von 1 bis 8 nummeriert. Sektor 1 — die ältesten Bestattungen (seit Ende der 1920er Jahre). Die Sektoren 2-4 — die sowjetisch-jüdische Zeit (vor allem aschkenasische Evakuierte + frühe Zuzüge aus Buchara). Die Sektoren 5-6 — postsowjetisch (1990-heute, überwiegend Bucharer). Die Sektoren 7-8 — russisch, durch eine niedrige Mauer getrennt.
Bekannte Bestattete. Mehrere bekannte bucharisch-rabbinische Familien, sowjetische jüdische Schriftsteller, aschkenasische Evakuierte aus Belarus und der Ukraine (1930er Repressionen + Großer Vaterländischer Krieg), postsowjetische Gemeindeführer, die in Usbekistan geblieben sind.
Archiv. Die Verwaltung führt ein Papierregister; eine teilweise Digitalisierung der letzten 5 Jahre ist vorhanden. Sektor + Reihe + Grabnummer — die Standardreferenz. Für die Diaspora bearbeiten wir etwa 80% der Fälle innerhalb von 5 Werktagen.
Stein-Stil. Die Sowjetzeit — grauer Marmor/Kalkstein mit zweisprachigen Inschriften. Die postsowjetische Zeit — indischer Granit mit Keramikfotos und Davidstern — derselbe bucharische Stil.
Regeln. Täglich geöffnet von 8:00-18:00. Kein Entgelt. Das Südtor — für Besucher. Traditionell werden statt Blumen Steine niedergelegt.
Was wir machen. Standard-Suche in 3-5 Tagen. Yahrzeit-Besuche mit Foto und dem Lesen von Tehillim. Reinigung von Grabmalen. Vollständiges Hakamat HaMatzevah.
Häufig gestellte Fragen
Ja, aber die ältesten Steine sind stark verwittert; die Erfolgsquote liegt bei etwa 60% gegenüber 80% in den neueren Sektoren. Wir ergänzen die Archivrecherche durch einen physischen Rundgang.