
Das Ferghanatal ist der am dichtesten besiedelte Teil Usbekistans. In jeder größeren Stadt des Tals – Fergana, Andischan, Kokand, Margilan, Namangan – gibt es mehrere eigenständige Friedhöfe. Dies ist ein kurzer Überblick.
Fergana. Der wichtigste muslimische Friedhof liegt am östlichen Stadtrand. Der russische befindet sich bei der Alexander-Newski-Kirche und ist seit den 1880er Jahren geöffnet (russische Siedler). Ein kleiner jüdischer Friedhof liegt in der Nähe des russischen und wurde von sowjetischen jüdischen Familien genutzt. Ein armenischer Bereich umfasst mehrere Familiengräber auf dem russischen Friedhof.
Andischan. Zwei wichtigste muslimische Friedhöfe — der Nördliche und der Südliche. Der russische liegt beim Bahnhof und ist von mittlerer Größe. Der kleine jüdische Friedhof ist nach der Massenemigration der 1990er Jahre praktisch geschlossen; die Gräber werden nur eingeschränkt von örtlichen Verwaltern gepflegt.
Kokand. Der wichtigste muslimische Friedhof liegt bei der Festung Hudayar-Khan. Der jüdische Friedhof besteht seit der Khan-Ära (vorrussische Schicht), ist historisch bedeutsam; er ist klein, mit etwa 500 Gräbern, und wird von gemeinschaftlichen Organisationen der Diaspora gepflegt. Der russische Friedhof liegt bei der Sankt-Nikolaus-Kirche.
Margilan. Der wichtigste muslimische Friedhof liegt am westlichen Stadtrand. Der alte jüdische Friedhof ist klein, mit etwa 200 Gräbern, und hat derzeit keine aktive Gemeinde. Pflege ist nur privat über einen Auftragnehmer möglich.
Namangan. Zwei muslimische Friedhöfe (der Nördliche und der Südöstliche). Ein kleiner russischer und ein sehr kleiner jüdischer Friedhof — letzterer ist praktisch konserviert.
Besonderheiten der Suche im Tal. Die Archive sind handschriftlich, teilweise seit 2015-2020 digitalisiert. Der Digitalisierungsgrad liegt bei 30-50%. Antworten auf Anfragen dauern 7-14 Werktage. Für bucharisch-jüdische Vorfahren in Kokand liegt die Chance bei etwa 60-70%; in anderen Städten des Tals bei etwa 50%.
Was wir tun. Suche (7-14 Tage). Pflegeverträge (oft 4-6 Besuche pro Jahr für kleinere Friedhöfe). Restaurierung (besonders relevant für jüdische Bereiche ohne gemeinschaftliche Pflege). Familienvorfahren im Tal erfordern oft einen umfassenden Ansatz — mehrere Generationen auf verschiedenen Friedhöfen.